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Amadinen Wissenschaftliche Bezeichnung: Amadina Natürliche Verbreitung: Afrika
Die Vertreter mehrerer Gattungen der Prachtfinken tragen den Namen »Amadine«. Die Eigentlichen Amadinen (Gattung Amadina) kommen in Afrika vor. Der Bandfink (Amadina fasciata) lebt in trockenen Steppengebieten, von Senegal bis Äthiopien, die Rotkopfamadine (Amadina erythrocephala) kommt im inneren und westlichen Südafrika vor. Beide Arten sind schlicht gefärbt, im Gegensatz zu Amadinen anderer Gattungen. So ist der farbenprächtigste Prachtfink, die Gouldamadine (Chloebia gouldiae), in Nordaustralien zu finden. Sie gehört zu den sehr geselligen Arten und ist ein ausserordentlich beliebter Käfigvogel. In ihrer Heimat wurde sie mittlerweile unter Schutz gestellt und ihre Ausfuhr verboten. Fast so bunt sind die Papageiamadinen (Gattung Erythrura), die in der indoaustralischen Inselwelt vorkommen, aber auch auf dem Festland Hinterindiens und in Nordaustralien leben. Einige Arten können sogar bedeutende Höhen tropischer Gebirge besiedeln. Auch die drei auf Australien beschränkten Arten der Gattung Grasfinken (Poephila) heissen »Amadine«. Hierzu gehören die Spitzschwanzamadinen (Poephila acuticauda), die Gürtelamadine (Poephila cincta) und die Maskenamadine (Poephila personata). Sie alle sind Steppenbewohner und haben, wie z. B. auch die Gouldamadine, das »Saugtrinken« entwickelt, wie es von Tauben bekannt ist. Hierbei wird der ganze Schnabel eingetaucht. Unter den Sperlingsvögeln ist dieser Vorgang wohl einmalig, in anderen Vogelordnungen jedoch bei Steppenbewohnern wiederzufinden. Man nimmt an, dass durch diese »rasche« Trinkmethode die Aufenthaltszeit an der - besonders für kleine Vögel - durch Raubvögel gefährdeten Tränke verkürzt werden soll. Die Lebensweise der Amadinen entspricht der der Prachtfinken.
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